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Angst - Einführung

Angst ist evolutionsgeschichtlich gesehen sinnvoll und hilfreich, denn sie warnt vor Ge- fahren und schützt durch angemessene Reaktion (Flucht) vor deren Folgen.

Als krankhaft kann man Ängste erst bezeichnen, wenn sie unkontrollierbar und unbegrün- det sind und das Leben des Betroffenen so stark beeinflussen, dass ein hoher Leidensdruck entsteht.

Nur etwa 1/3 der Betroffenen suchen Hilfe bei Ärzten oder Therapeuten. Aus Scham wird oft nicht über Ängste gesprochen. Zumal es wohl kaum eine andere psychische Krankheit gibt, die dermaßen bagatellisiert wird wie Ängste.

Gehen die Betroffenen dann schließlich doch zum Arzt oder Therapeuten, sind schon viele Komplikationen aufgetreten. Denn steigert sich die tägliche Angst bis hin zu Panikattacken, ist ein normales Leben in Familie und Beruf völlig unmöglich. Selbst das Verlassen der Wohnung kann zu rasenden Angstzuständen in Körper und Seele führen.

Dabei können Angsterkrankungen gut behandelt werden, in der Regel mit einer Kombination aus kognitiver Verhaltenstherapie und Konfrontationstherapie. Je früher man mit der Behand- lung beginnt, desto besser ist die Angst in den Griff zu bekommen.

Verbreitung

Angsterkrankungen sind weit verbreitet, sie treten bei ca. 13% aller Erwachsenen auf, bei Jugendlichen noch häufiger. 10% aller Menschen leiden so stark unter Angst, dass es zu Vermeidungsverhalten führt, zu ausgeprägtem Leiden und deutlichen Einschränkungen im Alltagsleben. 3% aller Menschen zeigen weitergehende schwerwiegende Komplikationen und Begleiterkrankungen wie Medikamenten- oder Alkoholabhängigkeit.

Angst und Depression

Angst und Depressionen hängen sehr eng zusammen. Die mit der Depression verlorene Selbst- sicherheit und entstandene Unsicherheit führt auch häufig zu Ängsten. Und wer für Depres- sionen anfällig ist, der ist wohl auch instabil, was die Ängste angeht.

Andersherum ist es auch verständlich, dass jemand, der ängstlich ist, hilflos, hoffnungslos und der Angst ausgeliefert, dass jemand, der kein normales Leben mehr führen kann, über kurz oder lang depressiv wird.

Depressionen und Angst sind so stark verwoben, dass man häufig nicht mal sagen kann, was denn nun zuerst da war, und welches der beiden Dinge die Ursache für das andere ist.

Am häufigsten treten Ängste zusammen mit der bipolaren Störung auf. Ängste sollten auf jeden Fall immer im Zusammenhang mit Depressionen gesehen werden.

Angst und Zwänge

Aus sozialen Ängsten, fehlenden Umgangsformen im sozialen Bereich oder starkem Rückzug in die Isolierung kann Flucht in Zwänge folgen. Ebenso liegt in Überforderung und in Problemen mit Übernahme von Verantwortung eine Ursache für Zwänge. Menschen mit Zwängen können auch sehr früh gelernt haben, die Schuld immer bei sich selbst zu suchen.

Die Bedeutung von Zwängen liegt häufig darin, Ängste zu reduzieren oder schlimme mögliche Ereignisse nicht auftreten zu lassen. So kann exzessives Waschen die Angst unterbinden, dass Infektionen in den Körper eindringen. Auch hier liegt also eine Verbindung zu Ängsten vor.

Unabhängig von den ursächlichen Bedingungen können sich Kontrollbedürfnisse mit der Zeit verselbständigen und zu einem eigenen Problem werden.

Symptome der Angst

Angst ist ein grundlegendes und normales Gefühl, genau wie Wut, Freude oder Traurigkeit. Sie äußert sich in Gedanken, in körperlichen Symptomen und in speziellen beobachtbaren Verhal- tensweisen. Krankhafte Angst wird als extrem unangenehm und bedrohlich empfunden, ist aber trotz der körperlichen Reaktion keineswegs gefährlich.

Lesen Sie hier mehr zu den verschiedenen Symptomen.

Formen der Angst

Angst tritt in verschiedenen Formen auf. Sie kann unterschiedliche Ursachen haben, sich bei jedem Menschen in unterschiedlichen Symptomen mit unterschiedlicher Ausprägung äußern und sie kann durch verschiedene Situationen und Dinge ausgelöst werden.

Informieren Sie sich hier ausführlich zu den verschiedenen Formen der Angst.

Soziale Phobie

Eine soziale Phobie ist die dauerhafte, unangemessene und irrationale Angst vor Begegnung oder Kontakt mit Menschen allgemein, so dass man sich der Bewertung der anderen ausge- setzt sieht. Oft bezieht sich die Angst auf fremde Menschen, Autoritätspersonen oder Men- schen des anderen Geschlechts.

Ausführliche Informationen zum Thema soziale Phobie.

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12.01.2011
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