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Angst - Formen

Angst tritt in verschiedenen Formen auf. Sie kann unterschiedliche Ursachen haben, sich bei jedem Menschen in unterschiedlichen Symptomen mit unterschiedlicher Ausprägung äußern und sie kann durch verschiedene Situationen und Dinge ausgelöst werden.

Panikstörung

  • plötzliche, unerwartete Angstanfälle ("wie aus heiterem Himmel"), für die kein ein- deutiger äußerer Anlass und auch keine organische Erklärung zu finden ist
  • körperliche Beschwerden wie Herzklopfen, Herzrasen, Brustschmerzen, Gefühl zu ersticken, Schwindel, Schwitzen
  • wiederkehrende Gedanken zu sterben, die Kontrolle zu verlieren, einen Herzanfall zu bekommen

Generalisierte Angst

  • beginnt meist langsam und schleichend
  • wochenlang andauernde Sorgen, angstvolle Erwartungen und Befürchtungen, nicht enden wollendes Gefühl drohenden Unheils
  • innere Unruhe, Schlafstörungen, Verkrampfungen, Unfähigkeit, sich zu entspannen
  • vielfältige körperliche Beschwerden wie Schwitzen, Herzrasen, Magenbeschwerden, Übelkeit und Schwindel ohne körperlichen Befund
  • "Angstneurose", "vegetative Dystonie"

Phobische Störungen

  • körperliche Aspekte wie Zittern, Herzklopfen, Schwitzen in Erwartung oder beim tatsächlichen Eintreten von bedrohlichen Situationen bzw. beim Anblick des ge- fürchteten Objekts
  • zunehmende Vermeidung dieser oder ähnlicher Situationen
  • Beeinträchtigung des Alltagslebens durch die akute Angst und das Andauern der Störung über längere Zeit, so dass schließlich eine normale Lebensführung nicht mehr möglich ist
  • Phobien werden oft übersehen oder bagatellisiert
  • fast alle Phobien beginnen schon vor dem 18. Lebensjahr
  • Agoraphobie

    • schließt das ein, was man früher als "Platzangst" bezeichnet hat
    • Angst vor Situationen, in denen Flucht nur schwer möglich ist.
    • häufig auch in Zusammenhang mit "Angst vor der Angst"
    • viele Betroffene sind nach einigen Jahren gar nicht mehr in der Lage, das Haus zu verlassen
  • Soziale Phobie

    • unangemessen starke Ängste, wenn man es mit anderen Menschen zu tun bekommt oder ein solches Ereignis bevorsteht, z.B. in Ge- genwart anderer das Wort ergreifen oder in irgendeiner Weise im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen
    • angsterzeugende Situationen sind auch: mit anderen zu essen, während jemand zusieht zu schreiben
    • Befürchtungen, man könne sich blamieren, rot werden, keinen Ton herausbringen, etwas Peinliches tun
    • beginnt in der frühen Jugend schleichend, erste Anzeichen: aus- geprägte Schüchternheit/Zurückhaltung
    • gravierende berufliche oder private Probleme entstehen bei grös- seren Lebensveränderungen (Beförderung, so dass man vor ande- ren Leuten reden muss, neue Partnerschaften/Freundschaften)
    • viele Menschen mit sozialer Phobie werden nikotin- und alkoholab- hängig
  • Spezifische Phobien

    • unangemessene, überstarke Ängste, Angstreaktionen und Vermei- dungsverhalten immer dann, wenn Betroffenen mit bestimmten Situationen, Gegenständen oder Objekten konfrontiert werden
    • Tierphobien, Umweltphobien (z.B. Gewitter), Blut-, Spritzen- und Infektionsphobien, spezifische Situationsphobien (Höhen, Abgrün- de, tiefe Gewässer, enge Räume etc.)

Posttraumatische Belastungsstörung

  • Angst über Monate und Jahre nach einem oder mehreren schrecklichen Erleb- nissen, die an der eigenen Person oder auch an fremden Personen erlebt werden (z.B. nach sexuellem Missbrauch, gewalttätigen Angriffen auf die eigene Person, Entführung, Geiselnahme, Terroranschlag, Krieg, Kriegsgefangenschaft, politische Haft, Folterung, Gefangenschaft in einem Konzentrationslager, Natur- oder durch Menschen verursachte Katastrophen, Unfälle oder die Diagnose einer lebensbe- drohlichen Krankheit)
  • immerwährende Erinnerung an das Ereignis in Form von sich aufdrängenden, belas- tenden Gedanken oder Erinnerungslücken (Bilder, Alpträume, "Flashbacks", par- tielle Amnesie)
  • Angst, Gefühl der Hilflosigkeit, Erschütterung des Selbst- und Weltverständnisses
  • Übererregungssymptome wie Schlafstörungen, Schreckhaftigkeit, vermehrte Reiz- barkeit, Konzentrationsstörungen
  • Vermeidungsverhalten, Vermeidung von Dingen und Situationen, die mit den schrecklichen Ereignissen in Verbindung gebracht werden
  • emotionale Taubheit, Rückzug, Interesseverlust, innere Teilnahmslosigkeit
  • im Kindesalter teilweise veränderte Symptomausprägungen, z.B. wiederholtes Durchspielen des traumatischen Erlebens
  • die Symptome können unmittelbar nach dem traumatischen Erlebnis beginnen oder auch mit jahrelanger Verzögerung

Anpassungsstörung

  • milde Form, oft nur vorübergehend
  • überstarke emotionale Reaktion auf veränderte Lebenssituation

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12.01.2011
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