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Behandlung - Diagnose

Der erste Gang sollte zum Arzt führen. Handelt es sich wirklich um eine behandlungswür- dige Erkrankung wie Depressionen oder Ängste?

Diese Diagnose kann nur ein Arzt stellen. Er wird zunächst auch körperliche Erkrankungen ausschließen.

Was erwartet einen beim Arzt?

Natürlich kann man sowohl den Hausarzt seines Vertrauens aufsuchen als auch einen Fach- arzt, also einen Psychiater. Wahrscheinlich überweist der Hausarzt bei Verdacht auf eine psychische Krankheit ohnehin zum Facharzt. Da der Gang zum Arzt jedoch sicher nicht ein- fach ist, ist es durchaus sinnvoll, den Arzt aufzusuchen, zu dem man am meisten Vertrauen hat.

Symptome im Gespräch offen schildern

Zunächst wird es einfach ein Gespräch mit dem Arzt geben. Es ist wichtig, dass man selbst seine Symptome möglichst offen und genau schildert (keine Angst vor einer sofortigen Ein- weisung!). Es kann helfen, wenn man sich vorher Notizen auf einen Zettel macht, da man sonst vor Aufregung schon mal einige Punkte vergessen kann.

Diagnostischer Index ICD-10

Um dem Arzt die Diagnose zu erleichtern, gibt es den ICD-10. Das ist ein Index, indem sämt- liche psychische Krankheiten aufgelistet sind. Eigentlich dient diese Liste lediglich der Klas- sifizierung der Erkrankung. Für jede Krankheit sind die Symptome beschrieben, die vorhanden sein müssen, um in eine der Klassen hineinzupassen. Auf dem gelben Schein steht dann z.B. F32.1 bei einer Depression.

Diese Einordnung dient vor allem als Hilfe für Ärzt, Krankenkassen, Therapeuten und Gutach- tern. Der Patient selbst sollte sich nicht in eine Schublade gesteckt fühlen, da psychische Krankheiten oft in Kombination auftreten und die Übergänge fließend sind.

Der Arzt stellt viele Fragen

Man muss damit rechnen, dass man vom Arzt mit folgenden Fragen konfrontiert wird:

  • Wie ist die Stimmung, gedrückt/niedergeschlagen?
  • Fühlen Sie sich müde/abgeschlagen, kommt ihnen alles sinnlos vor?
  • Fühlen Sie sich verunsichert und ängstlich?
  • Können Sie noch Freude empfinden oder haben Sie das Interesse an allem verloren?
  • Leiden Sie unter einem körperlichen oder seelischen Elendigkeitsgefühl?
  • Haben Sie Schwierigkeiten beim Treffen von Entscheidungen?
  • Neigen Sie zu vermehrtem Grübeln?
  • Haben Sie lebensmüde Gedanken oder Suizidgedanken?
  • Haben Sie körperliche Beschwerden? (Kopfschmerzen/andere Schmerzen, Druckgefühle in der Brust, Verspannungen, Verstopfung...)
  • Wie ist der Appetit? Haben Sie an Gewicht verloren?
  • Können Sie gut schlafen?
  • Funktioniert die Sexualität?
  • Seit wann treten die Beschwerden auf? Gab es früher schon mal ähnliche Phasen?
  • Gibt es in der Verwandtschaft Personen mit Depressionen oder Ängsten?

Körperliche Untersuchung

Liegen irgendwelche körperlichen Symptome und Beschwerden vor, muss der Arzt diesen na- türlich entsprechend auf den Grund gehen. Ansonsten wird er wahrscheinlich Blut abneh- men, um die Schilddrüsenwerte zu kontrollieren (Über- und Unterfunktion der Schilddrüse können Depressionen auslösen). Ein Facharzt wird außerdem evtl. mit einem EEG die Gehirn- ströme messen (ähnlich dem EKG, also schmerzlos, allerdings am Kopf).

Nach der Diagnose

Wurde eine Depression oder eine Angststörung diagnostiziert - und das kann nur ein Arzt oder ein Psychotherapeut -, wird er die weitere Behandlung besprechen. In der Regel wird ein Antidepressivum verschrieben und zu einem Psychotherapeuten überwiesen. Außerdem sollte auch der Arzt in regelmäßigen Abständen wieder aufgesucht werden, um diesen auf dem lau- fenden Stand der Dinge zu halten - dieser kann dann die Maßnahmen evtl. anpassen.

Ganz wichtig: man sollte den Arzt nicht erst aufsuchen, wenn es bereits zu schweren Leis- tungseinbrüchen gekommen ist (z. B. am Arbeitsplatz). Wenn es allerdings schon dazu gekom- men ist, sollte man allerspätestens zum Arzt gehen. Je eher eine psychische Erkrankung er- kannt wird, desto besser kann sie auch behandelt werden. Besser, man geht einmal zu viel zum Arzt als zu wenig.

Selbsttest

Es gibt diverse Seiten im Internet, auf denen Selbsttests angeboten werden. Auch in verschie- denen Büchern findet man entsprechende Fragebögen, um zu überprüfen, ob man selbst an einer Depression leiden könnte bzw. gefährdet ist, oder ob die eigenen Ängste einer Behand- lung bedürfen. Selbstverständlich können solche Tests nur eine Tendenz wiedergeben und keine ärztliche Diagnose ersetzen!

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12.01.2011
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