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Buchtipps

Meine Angst - eine Krankheit?

Bettina und Hans-Ulrich Wilms, BALANCE buch + medien Verlag 2008

Die Autoren Willms beginnen ihr Buch mit der Schilderung verschiedener Fallbeispiele. Im Laufe des Buches werden diese Beispiele immer wieder aufgegriffen. Zum einen, um die unterschiedlichen Arten von Angst zu differenzieren, zum anderen um typische Auslöser darzustellen oder um den Krankheitswert zu beurteilen. Neben der ausführlichen Beschreibung der Symptome wird aber auch auf die Ursachen eingegangen, sowie auf Therapiemöglichkeiten, Möglichkeiten der Selbsthilfe und was Angehörige tun können.

Das Buch ist sehr strukturiert aufgebaut und in leicht verständlicher Sprache geschrieben.

Diese Literatur ist wirklich für jeden Angstkranken zu empfehlen. Es ist alles enthalten, was man als Betroffener wissen muss. Das Einzige, was man kritisieren könnte ist, dass obwohl die meisten Betroffenen sehr lange warten, bis sie einen Arzt oder Therapeuten aufsuchen, sehr betont wird, dass Angst nicht zwangsläufig eine Krankheit sein muss, sondern in vielen Fällen ganz "normal" ist.

Mamas Monster: Was ist nur mit Mama los?

Erdmute v. Mosch, BALANCE buch + medien Verlag 2008

Erdmute v. Mosch hat in ihrem Buch für Kinder im Vorschulalter aufgegriffen, wie es Kindern mit an Depressionen erkrankten Eltern gehen kann.

Zunächst werden die Familienmitglieder vorgestellt. Anschließend wird die Geschichte von Rike erzählt. Ihre Mutter steht morgens plötzlich nicht mehr auf, liegt den ganzen Tag auf der Couch, spielt nicht mehr mit Rike und ist sehr traurig. Rikes Vater muss viele Aufgaben übernehmen, die sonst die Mutter erledigt hat. Rike denkt zunächst, dass sie Schuld ist am Zustand ihrer Mutter. Doch nach einiger Zeit erklärt ihr diese, dass sie etwas hat, was ihr die Gefühle klaut. Aber sie geht schließlich zu einem Arzt für Gefühle. Rike lernt, dass es dauert, bis es der Mama wieder gut geht. Sie weiß aber auch, dass die Mama sie trotzdem lieb hat.

Erdmute v. Mosch hat das schwierige Thema kindgerecht aufbereitet. Mit einfachen, nicht zu langen Texten, teilweise in Umgangssprache, und mit skizzenhaften, aber ausdrucksstarken Bildern schildert sie Rikes Geschichte. Aus Rikes Sicht werden ihre Schuldgefühle beschrieben, Ihre Traurigkeit und auch ihre Wut. Erdmute v. Mosch ist es sehr gut gelungen, viele Aspekte des komplexen Themas in dieser kurzen Geschichte anzusprechen.

Dieses Buch bietet eine gute Basis für Eltern im Falle einer Erkrankung, diese den Kindern zu erklären. Zusätzlich finden sich auch kurze Informationen für Eltern im Buch (Erklärendes Vorwort, Erklärung zu Depressionen, Linktipps).

Wenn die Seele aus dem Takt gerät: Depressionen im höheren Lebensalter bewältigen

Erika Blitz, dgvt Verlag 2008

Erika Blitz geht in ihrem Buch gesondert auf Depressionen im höheren Lebensalter ein. Dabei schildert sie zunächst die Symptomatik der Depression, die Diagnostik, die Ursachen, die Therapie und was man als Angehöriger tun kann. Zwischen allgemein gültigen Fakten über Depressionen streut sie dabei immer wieder die Besonderheiten von Depressionen bei älteren Menschen ein, z. B. welche Rolle Trauer und Verluste von geliebten Menschen spielen, wie die Angst vor Demenz verunsichern kann oder wie sich die eingeschränkte körperliche Fitness auch auf die Psyche auswirken kann.

Das Buch ist sehr locker aufgebaut, in kleinen Häppchen werden die einzelnen Kapitel serviert. Die Autorin geht nicht allzu sehr ins Detail, schreibt jedoch sehr verständlich. Der Text wird aufgelockert durch Illustrationen und Grafiken, außerdem werden immer wieder Anregungen und Übungen eingestreut, so dass man als Patient sehr viele hilfreiche Tipps an die Hand bekommt. Hier macht sich eindeutig bemerkbar, dass die Autorin in Verhaltenstherapie ausgebildet ist.

Insgesamt ein sehr informatives und hilfreiches Buch - nicht nur für ältere Personen und Betroffene selbst.

Eine echt verrückte Story. Roman

Ned Vizzini, Rockbuch 2006

Ned Vizzini erzählt die Geschichte des 15jährigen Craig Gilner, der plötzlich mit seinem Leben völlig überfordert ist. Er raucht mit seinem Freunden Haschisch, kommt mit den Anforderungen seiner neuen Schule nicht klar, kann nachts nicht mehr schlafen und muss sich ständig übergeben. Schließlich will er sich von der Brooklyn Bridge stürzen. Im letzten Moment jedoch ruft er die Telefonseelsorge an und begibt sich auf deren Rat hin ins Krankenhaus. Dort kommt er auf die Psychiatriestation für Erwachsene. Dort lernt er viele neue Menschen kennen, lernt jede Menge über sich selbst, sein Leben, und was er fortan anders machen muss.

Das Buch ist abwechslungsreich geschrieben, mit viel Wortwitz und Ironie, einfacher und bildhafter Sprache, so dass man glaubhaft das Leben aus Sicht eines 15jährigen sieht. Man merkt aber auch, dass der Autor bereits selbst von Depressionen betroffen war, so dass man als Betroffener schon gleich auf der ersten Seite die eigenen Gedankengänge wieder finden kann.

Die Zustände auf der Psychiatriestation sind nicht unbedingt aktuell auf die Zustände in Deutschland übertragbar, vor allem der Umgangston der Pfleger mit den Patienten ist heutzutage und hierzulande von mehr Respekt geprägt.

Alles in allem aber ein gut lesbarer, aufmunternder und Hoffnung gebender Roman.

Wege aus der Abhängigkeit. Destruktive Beziehungen überwinden

Heinz-Peter Röhr, Walter 2003

Der Autor erläutert die abhängige Persönlichkeitsstörung anhand des Märchens "Die Gänsemagd". Dazu erzählt er im ersten Teil das Märchen selbst und deutet es anschließend auf analytische Weise. Im zweiten Teil seines Buches geht er ausführlich auf die Merkmale und Ursachen der abhängigen Persönlichkeitsstörung ein. Schließlich erläutert er auch ausführlich, wie man als Betroffener diese Störung überwinden kann.

Ein sehr gut und flüssig geschriebenes Buch, in dessen Geschichte man sich als Betroffener sehr schnell wieder erkennen kann. Es kann einem wahrlich die Augen öffnen.

Welchen Sinn macht Depression? Ein integrativer Ansatz

Daniel Hell, RoRoRo 2006

Daniel Hell beginnt sein Buch zunächst mit einer Definition der Depression, geht kurz auf verschiedene Arten ein und erläutert ausführlich die verschiedenen Symptome und Auswirkungen der Krankheit. Dabei schildert er u. a. die Auswirkungen auf zwischenmenschliche Beziehungen. Außerdem geht er auch auf die körperlichen Symptome und die verschiedenen Theorien der Biologie zur Entstehung einer Depression ein. Schließlich versucht der Autor dann, einen Zusammenhang zwischen all diesen Fakten herzustellen. Im letzten Teil des Buches empfiehlt er dann auch die daraus resultierenden Methoden der Therapie.

Dieses Buch ist nicht nur für Betroffene geschrieben. Es hat eine wissenschaftliche Färbung, so dass es nicht immer ganz einfach zu lesen ist. So ist dieses Buch zu empfehlen für interessiert Menschen, die sich mit dem Thema Depression auseinandersetzen wollen. Auch für Angehörige ist es sehr lesenswert, da der Autor ausführlich die Schwierigkeiten im Umgang mit Depressiven beschreibt.

Emotionale Erpressung. Wenn andere mit Gefühlen drohen.

Susan Forward, Goldmann 2000

"Wenn Du mich wirklich liebst..." "Verlass mich nicht, oder..." "Du bist der Einzige, der mir helfen kann..." "Ich könnte Dir die Dinge leichter machen, wenn Du nur..."
Wer hat solche Sätze noch nie gehört?

Die Autorin entlarvt die emotionale Erpressung. Im ersten Teil des Buches wird die emotionale Erpressung analysiert, was es genau mit ihr auf sich hat, wie sie sich äußert, wie man sie erkennen kann, was für Gründe dahinter stecken und wie das Opfer selbst bei diesem bösen Spielchen mitmacht. Im zweiten Teil des Buches geht Susan Forward natürlich auch darauf ein, wie man sich gegen solch eine Erpressung zur Wehr setzt, mit welchen Strategien man vorgehen muss, was nicht ganz einfach ist.

Dieses Buch ist wohl für jeden Menschen geeignet, da man immer wieder mit emotionalen Erpressungen in Kontakt kommt. Das Buch ist einfach und verständlich geschrieben und sehr hilfreich.

Ängste verstehen und überwinden. Gezielte Strategien für ein Leben ohne Angst

Doris Wolf, PAL Verlag GmbH 2002

Selbsthilfe-Buch, eigentlich ein "Arbeits"-Buch, basierend auf kognitiver Verhaltenstherapie.

Die Autorin erklärt zunächst die theoretischen Hintergründe zur Angst und zur Therapie gegen Ängste. Es folgt ein ausführliches Kapitel mit handfesten Ratschlägen und Übungsanleitungen, wie man der Angst begegnen kann. Außerdem werden verschiedene Formen der Angst ausführlich erläutert und wie man ihnen begegnet, z. B. Platzangst, Panikattacken, spezifische Phobien, soziale Ängste. Auch ein allgemeinerer Teil über positive Lebensführung fehlt nicht.

Alles in allem ein sehr leicht verständliches Buch ohne verwirrende Fachbegriffe, das versucht, Mut zu machen. Zahlreiche Fallbeispiele und Schilderungen von Betroffenen sorgen dafür, dass man sich selbst nicht allein fühlt mit seinen Problemen. Sehr sinnvoll als Ergänzung zu einer Therapie.

Wenn das Leben zur Last wird

Rolf Merkle, PAL Verlag GmbH 2001

Ebenso wie "Ängste verstehen und überwinden" ist dies eine handfeste Anleitung, wie man mit Depressionen umgehen kann. Dies ist keinesfalls eine Lektüre, die man nebenbei liest, um mehr über die Hintergründe von Depressionen zu erfahren. Es handelt sich um ein "Arbeitsbuch", dass man Lektion für Lektion durchgehen sollte - wobei die Theorie natürlich nicht komplett vernachlässigt wird. Das Buch versucht Mut zu machen, fordert zum Durchhalten auf. Durch eine einfache Sprache und viele Wiederholungen ist es an die Symptomatik der Depressionen angepasst, so dass man auch trotz Konzentrationsstörungen mit dem Buch arbeiten kann. Die Übungen basieren auf der kognitiven Verhaltenstherapie. Auch dieses Buch ist als Ergänzung zu einer Therapie durchaus zu empfehlen.

Therapie der Depression

Josef Schöpf, Steinkopff Darmstadt 2001

Auf gut fünfzig Seiten wird kurz und knapp die praktische Vorgehensweise bei der biologischen Behandlung von Depressionen geschildert. Über die Ansicht des Autors zur Wirkung von Psychotherapie lässt sich sicher streiten, wer aber wissen möchte, welche Medikation sinnvoll ist, wie die Nebenwirkungen sind und welche Maßnahmen erforderlich sind, wenn Medikamente nicht anschlagen, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt.

Das Buch ist auch für den Laien, der sich mit Antidepressiva bereits beschäftigt hat, verständlich geschrieben. Somit trägt es zur Aufklärung des Patienten bei, der den Maßnahmen seines Arztes nicht völlig ahnungslos gegenübersteht.

Depression. Die verkannte Krankheit

Ursula Nuber, Kreuz 2001

Wer etwas über Depressionen erfahren will, die Krankheit besser verstehen will, ob als selbst Betroffener oder als Angehöriger, der sollte unbedingt dieses Buch lesen. Ursula Nuber erklärt sehr verständlich in drei Teilen, was eine Depression ist, wie man Hilfe bekommt und wie man mit depressiven Menschen umgeht. Bei der Definition der Krankheit geht sie sehr ausführlich auf die soziologisch bedingten Ursachen von Depressionen ein und weshalb Frauen sehr viel anfälliger sind.

Das Buch ist sehr praxisbezogen und gibt auch zahlreiche Tipps, wie man sich Hilfe holen und selbst helfen kann. Absolut empfehlenswertes Buch!

Psychotherapie. Grundlagen und Methoden.

Michael Wirsching, C. H. Beck Wissen 1999

Das Buch beginnt mit einer ausführlichen Beschreibung der geschichtlichen Entwicklung der Psychotherapie. Anschließend werden Psychoanalyse, Verhaltenstherapie und Systemische Therapie im Einzelnen vorgestellt, wie sie auf dem heutigen Stand des Wissens durchgeführt werden. Außerdem wird allgemein die Wirkungsweise von Psychotherapie erklärt. Im ausführlichsten Teil des Buches wird anhand von Fallbeispielen die Therapie von Ängsten/Depressionen, psychosomatischen Beschwerden, Essstörungen und schweren Persönlichkeitsstörungen erläutert, wobei auch die Grenzen der Psychotherapie deutlich gemacht werden. Im abschließenden Teil werden praktische Hinweise zu Therapie- und Therapeutenwahl gegeben, sowie zur sinnvollen Beendigung einer Therapie.

Ein informatives Buch, das guten Einblick gibt in die kassenfinanzierten Therapiemethoden. Wenn man den Entschluss gefasst hat, eine Therapie zu beginnen, eignet sich dieses Buch gut, damit man weiß, was einen erwartet.

Bammel, Panik, Gänsehaut. Die Angst vor den anderen

Christoph André, Patrick Légeron, ATV 1747

Auch wenn man nicht zur Fraktion der notorisch Schüchternen gehört, die Angst vor Anderen kennt jeder. Ganz alltägliche Situationen, die schon Tausende vor uns bewältigt haben, werden mitunter zur Tortur. Da sitzt man mit schweißnassen Händen beim Bewerbungsgespräch, erscheint hochroten Kopfes beim ersten Rendezvous oder bringt in der Diskussion mit Kollegen keinen einzigen zusammenhängenden Satz heraus. Der einfache Grund: die Angst zu versagen. Doch was sich bei den meisten als schlichte Nervosität abtun lässt, steigert sich mitunter zur ernsten sozialen Phobie, die in völlige Isolation führen kann.

Die Autoren untersuchen die Gründe für diesen Mangel an Selbstvertrauen und versuchen, Auswege aus unangenehmen Situationen zu zeigen. Sie illustrieren ihre unterhaltsame Darstellung mit populären Beispielen aus der Literatur- und Filmgeschichte und zeigen so einmal mehr, dass wir uns mit unseren Ängsten und Macken in bester Gesellschaft befinden: eine Ermutigung zum souveränen Umgang mit sich selbst und seinen Ängsten - humorvoll und fundiert zugleich.

Depression verstehen und bewältigen

Manfred Wolfersdorf, Springer-Verlag 1994

Sehr gute Erklärungen zu Depressionen, ihre Ursachen und wie man am besten damit umgeht, gut verständlich.

Kreatives Nichtstun. Lassen Sie die Seele baumeln

Hermann Ehmann, MVG 08593

Ein Ratgeber, wie man mit Hilfe von Kreativität zu sich selbst findet und das Leben genießt.

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